Flottwell. He, he, Herr Chevalier! Was machen Sie denn da?
Dumont. Ich bewundre der Natur!
Flottwell. Bravo! Sie dehnen Ihre Liebe zur Natur auf die höchsten und auf die gemeinsten Gegenstände aus.
Wolf. Schön oder häßlich, das gilt dem Herrn Chevalier ganz gleich.
Dumont. Was sagen Sie da von Häßlichkeit! Der Natur sein der höchster Poesie, und wahre Poesie kann nie gemein noch häßlich sein. Ich wollen mich für ihrer Schönheit schlagen, und schlagen lassen; und fallen ick, so schreib der Welt mir auf mein Grab:
Es schlafen unter diesem Stein
Chevalier Dumont hier ganz allein,
Er haben nur gemacht der Cour
Auf Erd der himmlischen Natur.
Nun seien tot. Welch glücklick Los!
Er ruhn in der Geliebten Schoß
Und wird, kehrt er im Himmel ein,
Naturellement willkommen sein.
(Geht stolz ab ins Schloß.)
Rosa (lest das Geschirr zusammen). Abscheulich! Allen
Zudringlichkeiten ist man ausgesetzt in diesem Haus.
Flottwell. Weich Sie den Gästen aus, wenn sie Champagner getrunken haben. Ich bin sehr unzufrieden mit Ihr, Herr Wolf hat sich auch beklagt, daß Sie sehr unartig mit ihm ist und ohne Achtung von mir spricht.
Rosa. Der gnädige Herr Kammerdiener? Ah, jetzt muß ich reden—
Wolf (fein). Das soll Sie nicht, mein Kind, Sie soll nur Ihren
Dienst versehen.