Rosa. Wir packen zusamm und gehen.
Valentin. Die Livree bleibt da, die gehört dem Herrn. Mir ghört mein Tischlerrock, den ich mit hergebracht hab. Die andere Bagage brauch ich nicht, ich bin mit dir allein zufrieden.
Rosa. Wir bringen uns schon fort.
Valentin. Ich geh zu meiner Tischlerei zurück. Aber vorher will ich mein Meisterstück noch machen.
Rosa. Was wirst denn tun?
Valentin. Den Kammerdiener werd ich in die Arbeit nehmen. Ah, der ist zu ungehobelt. Über den muß ein Tischler kommen.
Rosa. Nimm dich zusamm.
Valentin. Oh, du kennst mich nicht, ich bin der beste Mensch, aber wenn es sich um Ehr und Reputation handelt, so kann ich in eine Wut kommen wie der rollende Rasand. Ich will dem Kammerdiener zeigen—(Der Kellermeister eilt über die Bühne.) He! Herr Kellermeister, wo gehn Sie hin?
Kellermeister. Mir ist am großen Faß ein Reif abgesprungen, ich muß den Wein abziehen.
Valentin. Ha! Das ist ein Wink des Schicksals. Mann! Ich folge dir.