(Als er schon in der Kulisse ist, drängt ihn Valentin zurück. Er hat seinen Tischlerkaputrock an und einen wachsleinwandenen Hut auf. Ein Parapluie und einen Spazierstock zusammengebunden unter dem Arm und ein kleines Felleisen auf dem Rücken, aus dem Sack steht ihm das kurze Tabakrohr seiner eingesteckten Pfeife. Er ist benebelt, ohne zu wanken oder zu lallen.)

Valentin. Halt! Barbar, wo willst du hin? Du kommst nicht von der Stell. Wie kannst du dich unterstehen, meine Geliebte zu verleumden? Was hat sie dir getan? Sie hat deine Liebesanträge nicht angenommen, weil du ihr zu häßlich bist. Kann es eine größere Tugend geben? Sie ist meine Verlobte, und du hast geglaubt, ich bin der Gfoppte! Sie soll einen Schmuck gestohlen haben. Diese schmucklose Person? Pfui, schäme dich!

Wolf. Jetzt hast du die höchste Zeit, aus dem Hause zu gehen, du Trunkenbold!

Valentin. Oh, ich hab Zeit genug! Ich hab eigentlich gar nichts mehr zu tun auf dieser Welt, als Ihnen meine Meinung zu sagen. Glauben Sie mir, Herr von Kammerdiener—ich will Ihnen nichts Unangenehmes sagen, ich versichre Sie, Sie sind ein niederträchtiger Mensch. Sie haben zwei arme Dienstboten aus dem Haus gebracht, die von ihrer Herrschaft treu und redlich bedient worden sind. (Schluchzt.) Aber der Himmel wird Sie dafür bestrafen.

Siebzehnter Auftritt

Vorige. Rosa, auch zum Fortwandern gerüstet, mit einigen
Bändeln, einem Sonnenschirm.

Rosa. Was tust denn, Valentin? So laß ihn gehn. Ich hab ja ghört, du bist betrunken?

Valentin. Wer hat dir das entdeckt? Ha! ich bin verraten.

Wolf. Jetzt packt euch! Beide.

Valentin. Sollen wir uns selber packen? Nein! wir packen ihn.