Wolf. Das ist alles ganz recht, aber jetzt lassen Sie uns vernünftig reden.

Sockel. Erlauben Sie, aber meine Reden sind ein wahrer Triumph der Vernunft. Verstanden?

Wolf. Ich habe Ihnen die unangenehme Nachricht zu sagen, daß
Sie den Bau des Schlosses nicht bekommen werden.

Sockel. Hören Sie auf, oder ich stürz zusamm wie eine alte
Gartenmauer. Das ist ja nach unserer Verabredung nicht möglich!
Verstanden?

Wolf. Der gnädge Herr will den Baumeister Gründling nehmen.

(Ein Bedienter, der Flottwell das Frühstück gebracht hat, kommt zurück.)

Sockel. Aber es war ja schon alles richtig. Ich hab Ihnen ja tausend G—

Wolf (rasch auf den Bedienten blickend). Nun ja, Sie haben mir da tausend Gründe gesagt, die—

Sockel. Nein, ich habe Ihnen versprochen—

Wolf. Ja (stampft unwillig mit dem Fuß), Sie haben versprochen, gute Materialien zu nehmen. Fritz, dort hat jemand geläutet. (Der Bediente geht in ein Kabinett ab.) Aber ich kann nicht dafür, daß ein anderer gekommen ist, der noch größere Versprechungen gemacht hat und das Schloß um zehntausend Gulden wohlfeiler baut.