Hermodius. Es ist vorbei, er mußte von uns scheiden.
Ein königliches End', durch Ruhm verklärt.
Wer so beglückt vergeht, ist zu beneiden,
Beim Zeus, so ist der Tod ein Leben wert!
(Man bedeckt Heraklius mit einem seidnen Mantel.)
Nun laßt sein letzt Gebot uns schnell benützen,
Denn ohne König kann das Land nicht sein.

Adrasto (nimmt die Krone und stellt sich vor Ewald hin).
Wie Götter dich, so wirst du uns beschützen,
Drum nimm den Platz auf jenen Stufen ein.

(Ewald besteigt die Stufen, auf welchen der Sitz angebracht ist.)

Ewald (für sich). Es bebt mein Herz, mich fasset Todesschrecken.

(Kniet nieder.)

Alle. Wir huld'gen dir als Herrscher ehrfurchtsvoll.

(Knien.)

Adrasto. So mag die Kron' dein weises Haupt bedecken,
Sei König—herrsch'—

Bei dem letzten Worte hat er ihm die Krone aufs Haupt gesetzt, doch ohne die geringste Pause stürzt unter schrecklichem Gekrach der Saal zusammen. Der Bogen und die Kulissen bilden Berge von Schutt, welche die Spielenden dem Auge des Publikums entziehen. Im Hintergrunde zeigt sich das Meer, das zwischen die Schuttberge des Saales hereindringt und aus dem in der Ferne die versunkenen Türme von Massana hervorragen. Die Stufen, wo Ewald kniet, verwandeln sich in Wolken, worauf er bis in die Mitte des Theaters schwebt und wehmütig ausruft:

Massana, lebe wohl!