Kreon. So hört mich denn, ihr mächt'gen Eumeniden!
(Schlägt an die Tür, die erdröhnt.)

Hades (tritt hervor).
Vergebens rufst du sie, du störst nur ihren Frieden.

Kreon. Wer spricht hier Worte aus, die Wahnsinn müßt' bereuen?

Lucina (bebt zurück).
Erkennst du Hades nicht, den selbst die Götter scheuen?

Kreon (bebt auch zurück).
Du, Hades, bist's?

Hades. Bin's selbst, der dieses Tor bewacht.

Lucina (Zu Kreon leise).
Er hat dich um dein Reich und um dein Volk gebracht.

Kreon. Sind die Erinnyen taub, daß sie sich noch nicht zeigen?

Hades. Erkennt die Siegel hier, der Orkus heißt sie schweigen.

Lucina (jammernd zu Kreon).
O armer Fürst, Unmöglichkeit heißt dein Gebiet,
Aus dem die Hoffnung selbst mit banger Furcht entflieht.
(Zu Hades.)
Ja, du verdienst, daß Götter dich und Menschen hassen,
Die Glut des ew'gen Pfuhls muß neben dir erblassen.
Doch jener blut'ge See bleib Zeuge deiner Wut!
Lucinas Göttermacht bewahret seine Glut,
Bis sich einst Jovis Bild in seinen Wellen spiegelt.
Und sein allmächt'ger Blitz die Pforte dort entriegelt.