Dardonius. Simplizius, jetzt kann ich erst nach Würde dich belohnen; nimm dieses Mädchens Hand, sie sei dein Weib.
Simplizius. Das alte Weib? Jetzt wär' ich bald vor Schrecken über den Thron herunter g'fallen. Die nehm' ich nicht.
Dardonius. Bist du verwirrt, dies hinreißende Geschöpf?
Simplizius. Mich reißt sie nicht hin, ich hab' s' in ihrer alten
Negligé schon g'sehn.
Dardonius. Du mußt sie nehmen, wenn du nicht dein Amt verlieren willst.
Simplizius. Wegen meiner schon. (Steigt vom Thron—für sich) Ich will doch lieber die Feldschererei verlieren, als die Schererei mit der Alten haben.
Dardonius. Wie. du wagst es, dem Gesetz zu widersprechen?
Ewald (leise). So nehmen Sie sie doch. Verraten Sie nur nichts, ich leih' Ihnen die Fackel.
Simplizius. Hören Sie auf, ich will ein Weib haben, die auch in der
Finsternis schön ist, nicht eine, die man erst illuminieren muß.
(Laut.) Ich nehm' sie nicht. Will s' vielleicht ein andrer?
Die Männer. Wir alle sind bereit, sie zu freien.