Gluthahn. (erstaunt). Was willst du haben? einen Reis? Ein Bettelweib will ein' Reis; Sie schafft sich nur gleich an, was sie am liebsten ißt.
Alzinde. O reich' mir nur ein kleines Stückchen Zucker.
Gluthahn (lachend). Einen Zucker will sie, o du süßes Goscherl du. Wo hab' ich denn g'schwind was, ich gib ihr eine hinauf, daß s' ein Zucker macht, an dem s' langmächtig z' schlecken hat.
Alzinde. Hab' Mitleid, ich verschmachte, gib mir stärkendes Gewürz.
Gluthahn. Jetzt halt' ich's nimmer aus, jetzt will sie noch gar ein G'würz! Ich komm' in Narrenturm mitsamt dem Weib. Ich hab' kein G'würz noch gesehn, solang ich auf der Welt noch bin, die geht herum und bettelt um Gewürz.
Alzinde. Du Unmensch, sprich, soll ich an deiner Schwelle sterben?
Gluthahn. Was unterstehst du dich, an meiner Tür willst du da sterben? A solche Ungelegenheit, daß ich dich noch begraben lassen könnt'; gehst hinunter übern Berg und schaust dich um ein Platzel um, wost' hinwerden kannst.
Alzinde. Sonne, was erlebe ich.
Gluthahn. Schläg' wirst gleich erleben, wenn du nicht gehst.
Alzinde (stolz und kräftig). Ich befehle es dir, mich zu bewirten, ich bin Indiens Königin.