(Gluthahn laßt sich am Fenster sehen, und horcht.)
Alzinde. Das versteh' ich nicht.
Hans (zu Mirzel). Sie ist taub. (Laut, Alzinden ins Ohr.) Wir haben kein Geld, wie kannst du denn das nicht verstehn, das kann ich mit Händen greifen, wenn ich in den Sack fahr'.
(Fährt in den Sack.)
Mirzel. Weißt, wir sind halt glückliche Unglückliche, wie manche
Leute unglückliche Glückliche sind.
Hans. Das ist eine gute Explikation. Wir sind arme Steinbrecher, wir arbeiten im Steinbruch da hint', und leiden oft Hunger, daß sich ein Stein erbarmen möcht', aber nur im Winter, im Sommer geht's uns besser.
Mirzel. Was sprichst du denn so viel da mit der Alten, trag ihr etwas aus der Hütte und laß sie gehn.
Hans. Nein, mir gefallt s', sie hat zwar noch nichts g'redt, aber ich find', daß sie recht eine unterhaltendliche Person ist. (Zu Alzinde.) Weißt, ich und mein Weib haben uns halt gar so gern, und das ist unser Glück.
Alzinde (zu Mirzel). Also liebst du deinen Mann?
Mirzel. Vom Herzen.