vom Verfasser.
Vorrede zur ersten Ausgabe.
Ideen in meinem Vaterlande in Rücksicht der Erziehung in Umlauf zu bringen, die dem größten Theile des Publicums immer noch unbekannt sind, und die es verdienen, daß jederman sie kenne, das ist mein gegenwärtiger Zweck.
Das Erziehungswesen hat seit zwanzig Jahren eine Revolution erlebt, die trotz den mancherlei Dissonanzen unsers Zeitalters hinlänglich beweist, mit welchen Riesenschritten Vernunft und Cultur Fortschritte gemacht haben; die um so bewundrungswürdiger ist, je mehr sie den edlen Männern, die sie bewirkten, Mühe kostete, und je mehr Vorurtheil und veraltete Gewohnheit in geschwisterlicher Eintracht sich jeder Verbesserung entgegen stemmten, und aus Leibeskräften jedem wohlgemeinten Rathe den Eingang in die Kinderstuben verrammelten.
Eine vernünftigere, auf die aus dieser Revolution entstandenen Grundsätze gebaute, Erziehungsmethode bekannter zu machen, ist also wohl keine unnöthige Arbeit, wenn auch schon manches davon Mancher gesagt hat; denn kann wohl etwas, von dem für immer unser ganzer physischer Werth und dadurch ein großer Theil unsers moralischen abhängt, von dem unstreitig die physische Restauration der Menschheit ausgehen muß, zu oft gesagt werden?
Genugthuender für mein Gefühl kenne ich keine Belohnung, als den Gedanken: hiedurch vielleicht etwas zur vernünftigern Erziehung in meinem Vaterlande beizutragen und mitzuwirken: daß unsere Nachkommen gesünder, glücklicher und — besser seyn werden.
Vorrede zur neuen Ausgabe.
Das günstige, meine Erwartung weit übertreffende Urtheil, was man in allen Recensionen, die mir über diese Schrift zu Gesicht gekommen sind, gefällt hat, ermunterte mich, da die erste Ausgabe jetzt vergriffen ist, diese Schrift von neuem zu bearbeiten, und die mir bekannten Mängel, worunter ich auch die zahllose Menge, nicht selten den Sinn entstellender Druckfehler rechne, zu verbessern.