Frau Ziemens. Mein Kind, wohin eilst Du, — bleib' in der Hütte.
Marie. Laß' mich nur, ich suche die schönen Blumen, die ich verlor.
Frau Ziemens. Welche schönen Blumen?
Marie. Am neustädter Garten auf der Wiese pflückten wir sie ja — ich hatte die ganze Schürze voll.
Frau Ziemens. Du träumst, Kind — — Entstiegst Du nicht eben dem Federbett! — Komm' zurück, die Luft weht kalt.
Marie. Bin ich denn krank?
Frau Ziemens. Ein furchtbares Fieber ras't seit Mitternacht in Deinem Blut.
Marie. Mütterchen, nie im Leben fühlt' ich mich so gesund! Klarer als die freundlich strahlende Sonne ist mein Geist, frischer als die thautrunkenen Zweige sind meine Glieder. Ich wünschte Musikanten, fröhliche Gesellschaft, einen vollbesetzten Tisch, um zu singen und zu springen wie bei der Hochzeit.
Frau Ziemens. Du erinnerst Dich nicht Deines Wehs vor einer Stunde.
Marie. Wir gruben im Garten Gemüse und kamen auf Albert — Du schaltst ihn einen charakterlosen Buben, der feige den Rücken kehrte, nach dem er mich an den Abgrund des Verderbens gebracht — Ich litt es nicht, fühlte mich verletzt . . .