Questenberg. Vorzüglich einen — er steht mir sehr nahe und spielt den Scheinheiligen unübertrefflich.
v. Zitterwitz. Ich halte Herrn Blashammer für einen kalten, ruhigen, überlegenden, braven Banquier. Er war der Einzige, welcher sich heute ganz still verhielt. Man bestürmte ihn um seine Meinung, allein er wich der gewitztesten Zunge aus. . . Blashammer verdiente nach meiner Ueberzeugung in unserm Bunde der dritte zu werden.
Questenberg. Ich kann ihm meine Bücher nicht aufschlagen.
v. Zitterwitz. Ich meine es anders . . . Der Banquier hat eine heirathsfähige Tochter, Sie haben einen erwachsenen Sohn. . . .
Questenberg. Der noch nichts ist. . .
v. Zitterwitz. Aber etwas werden kann! Bestand er doch das beste juristische Examen.
Questenberg. Ich hege längst ein Project der Art, nur weiß ich's nicht auszuführen. . . Stelle ich dem Banquier jetzt einen Heirathsantrag, so fühlt er Absicht und weist mich beleidigt zurück; ich verrathe ihm die Ohnmacht meiner Lage —
v. Zitterwitz. Ihnen kostet's keine Ueberwindung einen Mann zu verdächtigen der Ihr Wohlergehn wünscht, gegen den Sie unfähig sind, den schwächsten Beweis zu liefern!!. Ich versprach Ihnen mein letztes Geld und bin bereit noch mehr zu thun. Die Heirath muß zu Stande kommen. Der Banquier darf uns nicht widerstehen.
Questenberg. Ich lege Glück und Unglück in Ihre Hand.
v. Zitterwitz. Schicken Sie durch den Telegraphen eine Depesche über Paris nach London, mit dem Befehl schleunigster Rückkehr an Ihren Herrn Sohn, und . . .