Albert. Es klingt, als giebt's in Paris oder London keine Leute die fähiger und geschickter sind als ich . . . Man muß Deine Einfalt aufrichtig belachen! Wie weit sind Sie in der Chemie? Was verstehen Sie von der Mathematik? Welche Principien leiten Sie in der Constructionslehre? Geben Sie mir Ihre Zeugnisse von der Akademie — Machten Sie Reisen nach den größten Fabrikstädten Europa's? . . Der Pariser oder Londoner Fabrikant würde Augen machen! . . . Ich erwarte von Herrn Questenberg keine goldene Gerechtigkeit, aber bin überzeugt, daß er mich besser stellen wird, sobald ich ein Verdienst besitze.
Klaus. Giebst Du mir fünfzig Thaler ab, wenn ich Dir eine Stellung von hundert Thaler monatlichem Einkommen verschaffe?
Albert. Hier?
Klaus. Nein hier nicht. Wir wandern aus. In London gehe ich mit Deinem Modell zu irgend einem großen Lord. Ich explicire es ihm. Nach wenigen Bedenken leiht er uns sein Capital. Eine neue Fabrik tritt in's Leben und wir sind gemachte Leute! Gelingt's uns nicht in London, so finden wir in Amerika einen Kompagnon auf der ersten besten Straße.
Albert. Schade, daß Du kein reicher Mann bist, ich würde gute Geschäfte mit Dir machen.
Klaus. So viel las ich aus Zeitungen und Büchern zusammen, daß das Talent in jenen freien Ländern schneller zu etwas kommt.
Albert. Da Du davon überzeugt bist, geh' mir voran.
Klaus. Mit Dir läßt sich nichts Vernünftiges reden . . .
Albert. Gönne mir die wenigen Stunden, welche ich für mich habe.
Klaus. Weißt Du, weshalb der Questenberg den Mechanikern den Verfertiger der Skizzen und des Modelle verschweigt? . . Er will ihn vor seinen eifersüchtigen Concurrenten verbergen, in Abhängigkeit und Dummheit erhalten.