v. Zitterwitz. Man kann nicht wissen. — Die Staatsmänner entwickeln noch zu wenig Energie, sie haben ein feiges Herz, scheuen sich das Uebel mit der Wurzel auszureuten.

Questenberg. Was wird denn versäumt?

v. Zitterwitz. Ich will die Meinung für mich behalten. — Stünd's in meiner Macht, so müßte der famose Kerl sogleich zum Chirurgus. Ein starker Aderlaß oder etliche Schröpfköpfe würden ihm schon die Demagogenhitze vertreiben.

Questenberg. 's ist der Meister, auf den Sie Ihre letzten Hunderttausend zu stellen, das liebe Vertrauen besaßen.

v. Zitterwitz (ungläubig vom Stuhle aufspringend). — — Natur deine Launen sind schrecklich! An welche Gestalten verschwendest du deine höchsten Güter! — Was bemerkt doch Göthe darüber — ich glaub' 's ist der alte Papa — oder ist's Schiller? nein, nein Wieland! still 's ist Jean Paul! . . . (Er greift sich hastig in die Tasche.) Habe ich nicht ein paar Groschen bei mir — es drängt mich meine schiefe Meinung . . .

Questenberg. Bemühen Sie sich nicht, ich bitte.

v. Zitterwitz. Darf ich ihm dies Thälerchen, gleichsam zur Ermunterung, schweigend in die Hand drücken? Ah so, so, so — Sie waren ja mit ihm in Unfrieden, 's ist unpassend . . .

Questenberg. Er hat's nicht verdient.

v. Zitterwitz. Entschuldigen Sie meine Verwirrung . . .

Questenberg (zu Albert). Du überhörtest wohl vorhin meinen Befehl? (Albert zögert als wollte er noch etwas sagen und geht dann ab.)