Questenberg. Ich vertraute zu sehr meiner eigenen Kraft! — Der Unglückliche gleicht einem Kranken, der immer größere Hoffnungen an das Leben knüpft, je näher er dem Tode rückt . . .
v. Zitterwitz. Eine Million!
Questenberg (seufzend). In Damastroben à la chinois.
v. Zitterwitz. Wie konnten Sie nur auf die Großen und Reichen dieser Zeit speculiren!
Questenberg. Ich hoffte, daß die siegende Contrerevolution sie herausfordern würde, den Luxus zu verzehn- oder verzwanzigfachen.
v. Zitterwitz. Naiv, naiv!
Questenberg. Ja ich hoffte, es würde wieder so gehen, wie nach der Besiegung Napoleon's und der Stiftung der heiligen Alliance. Eine brillante Epoche! Da schäumte so manches Schweißtröpflein in den eifrigen Restaurationsküchen über den Kessel, kam denjenigen von uns Geschäftsleuten trefflich zu Statten, die mit dem Blend- und Gaukelwerk ihrer Industrie danach zu haschen wußten.
v. Zitterwitz. Wer's heut zu etwas bringen will, muß ein geheimer Demagoge sein, muß auf die Eitelkeit, die Vorurtheile, die Ueppigkeit, Genußsucht, Trägheit, den Hochmuth, die Herrschsucht, mit einem Wort, auf die Confusion und den ausschweifenden Geist des untern Bürgerstandes und des gemeinen Mannes speculiren! Der geschickteste Gauner macht sich in dieser Richtung zum Herrn der Christenheit, wird Präsident, Kaiser und Papst.
Questenberg. Herr Regierungsrath, geben Sie mir morgen noch 150,000 Thaler und Sie sollen über meine Demagogie erstaunen.
v. Zitterwitz (sich den Kopf haltend). Um Gottes Willen!