Harrys lustiges Gesicht und sein ganzes Wesen nahmen sofort jenen verlegenen und unbeholfenen Ausdruck an, den die Förmlichkeit des Vorgestelltwerdens gewöhnlich bei Knaben hervorruft.

„Hier ist er; er heißt Percy Wynn und ist aus Baltimore.“

Harry bot ihm die Hand dar, recht steif und linkisch; aber seine Verlegenheit machte dem Erstaunen Platz, als Percy mit seiner unbeschreibbaren Verbeugung zart und zierlich Harrys Hand ergriff und dabei mit ausgesuchter Artigkeit sagte: „Harry, ich bin entzückt, Deine Bekanntschaft zu machen.“

„Er giebt sich auch mit Poesie ab!“ flüsterte Tom, „und er braucht Dir Wörter, wie Du sie Dein Lebtag nicht gehört hast.“

Dann fügte er laut bei:

„Bitte, Harry, geh doch und sieh nach, ob an seinem Pulte im Studiersaale nichts fehlt. Ich habe noch etwas mit ihm zu besprechen. Wenn Du fertig bist, bring Joseph Whyte und Willy Hodder mit hinten zu den zwei Bänken.“

Harry, der sich von seinem Erstaunen noch nicht erholt hatte, war froh fortzukommen; und während er die Treppe hinaufstieg, murmelte er noch voll Verwunderung: „Und er giebt sich auch mit Poesie ab!“

„Percy,“ fragte Tom, als sie dem Ende des Spielplatzes zuschritten, „hast Du auch schon Ziellauf gespielt?“

Vielen meiner Leser wird es bekannt sein, daß der Ziellauf (Base Ball) von den Nordamerikanern als ihr Nationalspiel betrachtet und daher ungemein viel gespielt wird.

„Nein,“ sprach Percy, „aber ich habe zuweilen davon gehört und gelesen.“