29. Kapitel.
Der kleine Wißbegierige.
Der Tag vor Weihnachten brach an, hell und kalt. Im Lichte der späten Morgensonne funkelten Millionen von Diamanten an den Zweigen und Zweiglein der bereiften Bäume.
Die Zöglinge holten ihre Schlittschuhe hervor und schickten sich unter fröhlichem Gespräche an, das Haus zu verlassen. Percy aber, dessen Fuß noch nicht genügend hergestellt war, mußte zu Hause bleiben und saß bereits mit einem Buche zufrieden und glücklich an seinem Pulte. Da kam Frank herein und weinte, als ob ihm das Herz brechen sollte.
„Frank!“ sprach Percy erschrocken, „was fehlt Dir denn?“
„O ich wollte, ich wäre tot!“
Dieses Lieblingswort mancher eigensinnigen Kinder war in Percys Familie nie gehört worden. Er wußte nicht, daß diejenigen, die es am häufigsten aussprechen, es selten ernst meinen.
„Frank, Frank!“ erwiderte er mit großem Ernste. „Sage doch so etwas nicht. Es kann Dir ja nicht bedacht sein; es wäre viel zu böse!“