Percy sah ihn stutzend an.
„Bist Du sicher, Georg, daß Tennyson dieses wirklich geschrieben hat?“
„Um die Wahrheit zu sagen, Percy, so ist es ein Produkt mehrerer Künstler, Tennyson hat die äußeren Umrisse des ersten Teiles gezeichnet, und ich fügte die pikanten Einzelheiten ein. Der zweite Teil aber ist von meinem Freunde Donnel hier.“
„Der zweite Teil kann sich sehen lassen,“ meinte Percy. „Aber er ist sicher noch länger; er hört viel zu plötzlich auf.“
„Da hast Du schon recht, Schlauberger,“ erwiderte der junge Poet. „Zu Hause will ich Dir die ganze Fortsetzung zeigen. Hier kann ich doch nicht anfangen zu deklamieren.“
„Obgleich der Morgen schon danach ist; alles so schön, so ruhig und klar! — Ich habe die frische Luft und den hellen Sonnenschein so gern. Du nicht auch, Tom?“
„Ja — ich denke,“ sprach Tom. Er war noch ganz in Staunen versunken, daß Percy über Gedichte mit solcher Sicherheit und Wortfülle zu reden verstand. Auch diese Frage war nicht ganz nach seiner Art. Wohl liebte auch er Sonnenschein und frische Morgenluft; allein es war ihm noch nicht zum Bewußtsein gekommen, daß man darüber auch sprechen könne. In diesem Punkte war er noch viel mehr ein Kind, als Percy, wie viel er auch sonst vor demselben voraus hatte.
„Wie weit sind die Seen vom Pensionat entfernt?“ fragte Percy.
„Ungefähr eine Stunde,“ erwiderte Harry.
„O wie schade! Ich dachte, wir wären gleich da! Aber jetzt muß ich schon wieder umkehren.“