Toms Kork bewegte sich in der That sonderbar. Anstatt, wie es sonst zu geschehen pflegt, unregelmäßig auf und ab, nach rechts und nach links, hierhin und dorthin gezerrt zu werden, schwamm er in stets gleicher Geschwindigkeit, oder besser gesagt Langsamkeit, der Mitte des Sees zu. Nur dann und wann tauchte er für einen Augenblick unter, um sogleich die frühere Bewegung wieder fortzusetzen.

„Festgebissen hat der Fisch noch nicht,“ sprach Keenan. „Aber er scheint es zu wollen, sonst würde er die Angel nicht mitziehen.“

Toms Angelschnur war mit dem einen Ende auf ein Rädchen gewunden, mittels dessen sie bequem verlängert oder verkürzt werden konnte. Tom rollte sie um eine gute Strecke ab, und der Kork schwamm noch weiter in den See.

Alle hatten bereits ihre Angeln aus dem Wasser gezogen und sich erwartungsvoll um Tom versammelt.

„Was ist zu thun?“ fragte dieser nach einer Weile, indem er wieder Schnur abrollte. „Das ist der verrückteste Fisch, der es je auf eine Angel abgesehen hat. Er sollte doch festbeißen oder davonschwimmen.“

„Schau’! jetzt bewegt er sich im Kreise!“ flüsterte Hodder.

„Der Fisch ist mondsüchtig,“ meinte Quip.

„Vielleicht ist es gar kein Fisch,“ versetzte Whyte.

„Zum Beispiel eine Wasserschlange!“ fuhr Percy fort, und sah aus, als wolle er im nächsten Augenblicke davonlaufen.

„Jetzt ist meine Geduld zu Ende!“ sprach Tom. „Wenn der Fisch nicht beißen will wie alle ehrlichen Fische auf dem weiten Erdenrund, so kann ich meine kostbare Zeit nicht länger mit ihm vertrödeln.“