Das Speisezimmer von heute liegt gegen Osten, auf den Garten hinaus, der sich längs der Straße hinzieht. Es ist ohne allen Luxus eingerichtet und ein rechtes Durchschnittszimmer, aber die Götter besuchen mich darin, und ein paarmal haben Göttinnen, müde der Welt, hier mein grobes Brot gegessen. Man kann dieses Speisezimmer gar nicht besser als mit den Versen des Mong-Kao-Jen beschreiben:
... Ein alter Freund reicht mir ein Huhn und Reis dazu.
... Und unser Horizont sind blaue Berge, deren Gipfel
Aus blauem Glanz des Himmels ausgeschnitten sind.
Im offenen Saal ist uns der Tisch gedeckt.
Nun überschauen wir den Garten meines Gastfreunds,
Nun reichen wir einander die gefüllten Becher.
Wir reden sacht von Hanf und Maulbeerbaum.
Wir warten auf den Herbst: dann werden hier im Garten
Die Chrysanthemen blühn.