Der Jüngste Tag stellt eine Sammlung von kleineren Werken jüngerer Dichter dar, die als charakteristisch für unsere Zeit und als zukunftweisend zu gelten haben.

Im Jüngsten Tag erscheinen eine Anzahl Erstlingswerke, aber auch neue Dichtungen anerkannter Autoren sollen veröffentlicht werden. Die Dichtungen des „Jüngsten Tages“ sind gleich weit entfernt von lebensfremder Literatenliteratur wie von populärem Kitsch. Aus diesen Werken soll das Lebens- und Weltgefühl unserer Zeit strömen, ihre Entzückungen, Schmerzen, Begeisterungen, Reizsamkeit und Kraft. Menschliche Gefühle werden in knapper Form ausgedrückt und sollen menschliche Gefühle erwecken.

Da das charakteristischste und konzentriertste dichterische Ausdrucksmittel unserer Zeit sich in der Lyrik darstellt, so wird der Jüngste Tag vorwiegend lyrische Werke veröffentlichen, aber auch programmatische und bedeutsame kleine Prosaschriften sollen geboten werden. Nicht nur auf deutsche Dichter soll sich der Jüngste Tag beschränken, sondern auch ausländische Dichtungen sollen zeigen, dass es gewisse Elemente gibt, die der Dichtung aller Länder in unserer Zeit (wie in der bildenden Kunst) gemeinsam sind.

Der Jüngste Tag wird, getreu dem Spiegel seines Wortes, versuchen, alles notwendige zu sammeln, das ihm aus der Stärke des Zeitlichen heraus, ewiges Dasein verspricht. Dies Unternehmen soll nicht mehr an der Gebundenheit von Zeitschriften leiden. So soll der Jüngste Tag mehr als ein Buch sein und weniger als eine Bücherei.

Jeder Beitrag erscheint einzeln als gesondertes Heft zum Preise von 80 Pfennig geheftet, M 1.50 gebunden.

Der Jüngste Tag wird auch im Abonnement geliefert und zwar als Serien von je 6 Heften. Der Abonnements-Preis beträgt M 4.20 für die broschierte, M 7.80 für die gebundene Ausgabe. Jede bessere Buchhandlung nimmt Abonnements entgegen. Für diejenigen, die die Hefte lieber in einem gebundenen Bande vereinen wollen, wird eine Einbanddecke zum Preise von M 1.50 für jede Serie geliefert.


KURT WOLFF VERLAG • LEIPZIG

Im Sommer 1913 erschienen: