Ach, was war da zerstört und vernichtet; wie lag man am Boden nach all den Träumen, mit denen man einst südwärts gezogen. Da galt es den Kopf aufrecht zu halten. Und ich mit meinen Leuten hatte alles Recht dazu. Alles wirklich Wesentliche von unseren Resultaten, ja sogar der größte Teil der Ausrüstung war gerettet. Fast alle Sammlungen waren schon in der Heimat, vieles rollte auf dem Wege dorthin oder war unter meiner Obhut. So galt es jetzt mit Energie diese Schätze noch über die Donau zu bringen. Dann hatte man seine Pflicht erfüllt, hatte sich in die Heimat zu begeben und dort neuer Aufgaben zu harren.

Als alles gerettet war, alle Sammlungen in der Heimat angelangt, gesichert und geordnet waren, da galt es für jeden einzelnen der Mitglieder der Forschungskommission in seine Stellung und Pflichten als Staatsbürger wieder einzutreten. Jeder hatte zu arbeiten, um im Land nach der Niederlage und den Wirren der Revolution wieder Ordnung schaffen zu helfen.

Trotz der gehäuften beruflichen Arbeit, trotz der schwierigen Lebensverhältnisse, trotz der Last, die vor allem auf der Seele all der beteiligten Männer lastete, gelang es doch in den zwei seit der Niederlage verflossenen Jahren einen guten Teil unserer Resultate zu verarbeiten. Manches davon ist in den Kapiteln dieses Buchs niedergelegt.

Niemals ist es natürlich in einer so kurzen Zeit möglich, die wissenschaftlichen Ergebnisse reicher Sammlungen und vieler Tagebücher, vieler Beobachtungen und Gedankenarbeit in abgeschlossenem Zustand zu überliefern. Noch manches Jahr mag darüber hingehen, bis alle Resultate der verschiedenen Forscher, die teils in dem fernen Lande mitgearbeitet haben, teils an unseren Sammlungen als Bearbeiter einzelner Gruppen und Probleme mitwirken, fertig vorliegen.

Ein Buch, wie das vorliegende, soll mit seinem vorläufigen Ergebnis ein Zeugnis davon ablegen, wie in dem zerstörenden Krieg aufbauende Arbeit mit Hilfe der Armee geleistet wurde. Es soll ein bisher unbekanntes Land, einen weißen Fleck auf der Karte Europas dem Verständnis unseres Volkes näher führen und zeigen, was dort für alle Zweige unseres Wissens und unserer Kultur noch zu suchen ist.

Und so schließe ich dies Buch in dankbarer Gesinnung gegen alle, welche mir zur Erreichung meiner Ziele in Mazedonien Hilfe geleistet haben. Wie viele Namen durfte ich in diesem Band nennen von Heerführern, Offizieren, Mannschaften, von Kollegen und Mitarbeitern, von Deutschen, Österreichern, Bulgaren, die mithalfen, all das auszuführen, was in diesem Buch beschrieben ist. Ihnen allen sei mein Dank ausgesprochen und die Hoffnung, daß der Inhalt des Bandes ihnen schöne, wertvolle Erinnerungen an das farbige, eigenartige Land Mazedonien erwecke.

ANMERKUNGEN ZU DEN KAPITELN.

Anmerkungen zum 1. und 2. Kapitel.

Frühling in Mazedonien und Kaluckova und das Forscherhaus.

Pflanzen bei Kaluckova.