Absyrtus.
Wie kläglich, Vater, ist der Schwester Stimme.
Was mag ihr fehlen? Sie dauert mich!—
Dich wohl auch, weil du so schmerzlich schweigst,
Das arme Mädchen!—
(Ihn anfassend.)
Schläfst du, Vater?
Aietes (aufspringend).
Törichte Kinder sind der Väter Fluch!
Du und sie, i h r tötet mich,
Nicht meine Feinde!
Absyrtus. Still! Horch!—Der Riegel klirrt!—Sie kommt!—Hier ist sie! Medea (in dunkelroter Kleidung, am Saume mit goldenen Zeichen gestickt, einen schwarzen, nachschleppenden Schleier der an einem, gleichfalls mit Zeichen gestickten Stirnbande befestigt ist, auf dem Kopfe, tritt, eine Fackel in der Hand, aus dem Turme.)
Medea.
Was willst du, Herr?
Absyrtus.
Ist das die Schwester, Vater?
Wie anders doch als sonst, und ach, wie bleich!
Aietes (zu Absyrtus).
Schweig jetzt!
(Zu Medeen.)
Tritt näher!—näher!—
Doch erst Lösch' deine Fackel, sie blendet mir das Aug!