(Die Kolcher weichen schweigend und scheu zu beiden Seiten aus dem
Wege.)

Phryxus (erblickt den König, auf ihn zugehend).
In dir grüß' ich den Herrn wohl dieses Landes?

Aietes.
Ich bin der Kolcher Fürst!

Phryxus.
Sei mir gegrüßt!
Es führte Göttermacht mich in dein Reich,
So ehr' in mir den Gott, der mich beschützt.
Der Mann, der dort auf jenem Altar thront,
ist er das Bildnis eines der da lebte?
Wie, oder ehrt ihr ihn als einen Himmlischen?

Aietes.
Es ist Peronto, der Kolcher Gott.

Phryxus.
Peronto! Rauher Laut dem Ohr des Fremden,
Wohltönend aber dem Geretteten.
Verehrst du jenen dort als deinen Schützer
So liegt ein Bruder jetzt in deinem Arm,
Denn (Brüder) sind ja Eines Vaters Söhne.

Aietes (der Umarmung ausweichend).
Schützer er dir?

Phryxus.
Ja, du sollst noch hören.
Doch laß mich bringen erst mein Weihgeschenk.

(Er geht zum Altar und stößt vor demselben sein Panier in den Boden.)

Medea (kommt mit einem Becher.)