Jungfrauen (die entfernt gestanden, zum Altare hineilend).
Das Opfer blutet!

Medea (in ihrer vorigen Stellung).
Traf's?

Eine der Jungfrauen.
—Gerad' ins Herz!

Medea (indem sie den Bogen abgibt).
Das deutet Gutes; laßt uns eilen denn!
Geh' eine hin und spreche das Gebet.

Gora (zum Altar tretend).
Darimba, mächtige Göttin
Menschenerhalterin, Menschentöterin
Die den Wein du gibst und des Halmes Frucht
Gibst des Weidwerks herzerfreuende Spende
Und des Todfeinds Blut:
Darimba, reine, magdliche
Tochter des Himmels,
Höre mich!

Chor.
Darimba, mächtige Göttin,
Darimba! Darimba!

Gora.
Sieh ein Reh hab' ich dir getötet
Den Pfeil schnellend vom starken Bogen
Dein ist's! Laß dir gefallen sein Blut!
Segne das Feld und den beutereichen Wald
Gib, daß wir recht tun und siegen in der Schlacht
Gib, daß wir lieben den Wohlwollenden
Und hassen den, der uns haßt.
Mach' uns stark und reich, Darimba,
Mächtige Göttin!

Chor.
Darimba, Darimba!

Gora.
Das Opfer am Altar zuckt und endet,
So mögen deine Feinde enden, Darimba!
Deine Feinde und die unsern!
Es ist Medea, Aietes' Tochter,
Des Herrschers von Kolchis fürstliches Kind
Die empor in deine Wohnungen ruft
Höre mich, höre mich
Und erfülle was ich bat!

Chor (mit Zimbeln und Handpauken zusammen schlagend).
Darimba, Darimba!
Mächtige Göttin!
Eriho! Jehu!