Rustan.
Mirza!
Hier auch—doch es ist beschlossen!
Niemals, oder deiner wert!

Mirza.
Rustan!

Massud.
Halt! So meint' ich's nicht!
Kann er deiner, Kind, entraten,
Massuds Tochter bettelt nicht.
Zieh denn hin, Verblendeter,
Ziehe hin! und mögest du
Nie der jetz'gen Stunde fluchen.

Rustan.
Heute noch?

Massud(sich abwendend).
Sobald du willst.

Rustan.
Zanga, nach den Pferden!

Zanga.
Gern!

Massud.
Wozu diese hast'ge Eile?
Halt! Es ist jetzt dunkle Nacht.
Ungebahnet sind die Pfade
Und gefahrvoll jeder Schritt.
Davor wahr ich dich zum mindsten.
Schlaf noch einmal hier im Hause,
Denk noch einmal, was du willst,
Trifft der Tag dich gleichen Sinnes,
Nun, wohlan, so ziehe hin!
Mirza, komm! wir lassen ihn.

Mirza.
Vater! nur dies einz'ge Wort.
Rustan, jener alte Derwisch,
Der dort wohnt in nahen Bergen
Und den du, ich weiß, nicht liebst,
Ja, kaum einmal wolltest sehen,
Während er besorgt um dich:
Er versprach mir, heut zu kommen,
Und nur erst glaubt' ich zu hören
Seines Saitenspieles Ton,
Das er führt auf allen Wegen.
Oh, versprich mir, eh' du scheidest,
Ihn zu hören, ihn zu sprechen;
Erst, wenn fruchtlos, zieh mit Gott.

Rustan.
Und wozu?