Der Mann vom Felsen.
Langes Rinnen trübt die Welle—
Ich trink gerne aus der Quelle.

Rustan (vor ihm niederstürzend).
Sieh mich denn zu deinen Füßen,
Sieh ein flehendes Geschöpf.
Heut zu allen künft'gen Tagen
Hat des Glückes Stund' geschlagen;
Geh und schreite über mich,
Tritt ein Dasein unter dich!

Der Mann vom Felsen.
Willst mit andrer Taten prahlen,
Willst mit fremdem Golde zahlen?
Glück und Unrecht? Luft'ger Wahn!
Rühm dich des, was du getan!

(Er geht nach dem Hintergrunde, indem er den Mantel wieder um die
Schultern wirft.)

Rustan (nach vorn kommend).
Er hat recht, und ich will fort.
Zanga, komm! Wir kehren heim.
In der Nahverwandten Mitte
Sei das Glück der ersten Schritte,
Sei die Schmach—Und dennoch! Nein!
Nein, es darf, es soll nicht sein!

Der Unbekannte (ist den Steig, der zur Brücke führt, hinaufgeschritten).

Rustan (folgt ihm).
Unmensch! halt! Nicht von der Stelle!
Diese Brücke wölbet sich
Als des Glücks, der Hoheit Schwelle,
Sei es dir, sei es für mich.
Unmensch, halt!

(Er hat den Mantel des vor ihm Hinschreitenden angefaßt.)

Der Mann. 's ist nur mein Kleid.

Rustan.
Nun, der Herr ist auch nicht weit.
Halt! Ich, oder du!