König.
Ein andrer
Fand ihn?
Rustan.
Also scheint's.
König.
Und tat
Jener andre das Verbrechen,
Das laut aufmahnt, es zu rächen?
Rustan.
Laß mich Herr, von dem nur sprechen,
Was ich selber tat und weiß.
König.
Und der Mantel?
Rustan.
Herr, ich sagt' es:
Schlecht versteh ich mich auf Kleider.
König.
Doch die Züge jenes Toten,
Sie sind auch des Mannes Züge,
Der mich auf der Jagd befreit.
Rustan.
Du warst damals kaum bei Sinnen,
Erst nur hast du's selbst bekannt.
König (die Schrift emporhaltend, die ihm Der alte Kaleb gab).
Und die Schrift hier sagt so vieles,
Zeigt, wie dem so graß Verblichnen
Hohes Unrecht ich getan.
Rustan.
Tatst du dem Verblichnen unrecht,
Tu nicht Gleiches dem Lebend'gen.
Was soll mir die tote Schrift?
Laß dir meine Taten sprechen!
Wer schlug jene blut'ge Schlacht,
Die dir Heil und Sieg gebracht?
Wer befestigte die Krone,
Halb von einem Feind geraubt,
Wieder dir auf deinem Haupt?
Dankst du's nicht, wenn du noch dräust,
Dem Bedrohten, mir, zumeist?
Ha, ich find es wohl bequem,
Dadurch sich den Dank zu sparen,
Daß dem Retter, daß wir dem,
Durch den Heil uns widerfahren,
Häufen auf des Vorwurfs Last;
Den Berechtigten, mit Lachen,
Zum Verpflichteten uns machen.
König, mir gib erst mein Recht!
Was geschehn an jenem Knecht,
Laß uns künftig sehn und rächen.
Jetzt erst halte dein Versprechen,
Gib, was du mir zugesagt!