Der König (liest weiter).
"Rustan, Rustan! wilder Jäger"—

(Einhaltend.)

Wird's mir dunkel doch und wirre!
Alter, rück die Leuchte näher,
Schlummer, scheint's, trübt meinen Blick.
Noch ein Schluck.

(Er trinkt.)

Nun, so scheint's besser.

(Er liest.)

"Rustan, Rustan, wilder Jäger,
Kehr zurück auf deinen Pfaden!
Was ist Ruhm, der Größe Glück?
Sieh auf mich! Weil ich getrachtet
Nach zu Hohem, nach Verbotnem,
Irr ich hier in dieser Wüste,
Freigestellt das nackte Leben
Jedes Meuchelmörders Dolch."

(Die Wand des Zeltes wird von neuen durchscheinend. Es zeigt sich, hell beleuchtet, der Mann vom Felsen. Der braune Mantel hängt nachschleppend über die rechte Schulter. An der linken entblößtem Brust nagt eine Natter, die er in der Hand hält.)

König (liest).
"Und wenn ich ihn auch zermalme,
Wie der Hirt die Schlange tritt,
Bin ich minder tot?"

(Der Mann vom Felsen macht eine Bewegung mit der Hand, als wollte er die Schlange nach Rustan schleudern.)