Rustan (bebend).
Herr, weiß ich's?
König.
Und das Gefäß!
Was nur trübte meine Augen?
Das ist nicht derselbe Becher!
Fremde Zeichen stehen drauf,
Sinnlos wilde, wirre Zeichen.
Wo mein Becher? Rustan, Rustan!
Rustan (in die Knie sinkend).
Herr, weiß ich's?
Die Alte (kommt hinter den Umhängen des Ruhebettes hervor. Sie rollt
den mitgenommenen Becher mit dem Fuße vor sich her, dem Vorgrunde zu).
Hi, hi, hi!
Lauf mein Rädchen,
Spinn dein Fädchen!
Nun und nie!
Hi, hi!
(Sie verschwindet hinter den Vorhängen.) (Rustan hat sich bemüht den rollenden Becher aufzuhalten und unter dem am Boden liegenden Mantel zu verbergen.)
König.
Welch Geräusch?—Das ist mein Becher;
Dieser hier ein unterschobner.
(Er ist vom Bette aufgestanden.)
Rustan, Rustan! Heil'ge Götter!
Ist denn niemand hier? Kein Helfer?
Alter, komm, sei du mir Stütze!
(Zu Rustan, der noch immer mit dem Becher beschäftigt ist.)
Ha, umsonst verhüllst du es!
Ewig sichtbar dein Verbrechen! Alter, hilf! Ach, ich vergehe!
Hört denn niemand? Eilt nach Ärzten!
Rettung! Beistand! Rache! Hilfe!