Karkhan.
Fürstin, schau dort durch die Zimmer,
Wo der Schwarze kaum entwich,
Sieh, mit hellentflammter Fackel
Ihn das weite Schloß durcheilen,
Und ich sorg, er steckt's in Brand.
Gülnare.
Mag das Schloß, ich selbst vergehen,
Fällt nur er von ihrer Hand!
(Sie eilt mit ihren Dienerinnen durch die Seitentüre rechts ab. Der Alte ist schon früher weggebracht worden. Das Gefecht hat sich zur Türe des Hintergrundes hinausgedrängt. Waffenlärm. Kurze Pause. Dann ertönen aus der Türe links Rustans Stimme, die wiederholt "Zanga!" ruft. Die Szene schließt.)
(Kurzes ländliches Zimmer mit einer Türe im Hintergrunde und einer
Seitentüre rechts. Dichtes Dunkel.)
Mirza (tritt mit einer Lampe, vom Hintergrunde her, auf).
Horch! war das nicht seine Stimme?
Übrall, dünkt mich, hör ich ihn,
Hilfeflehend, Beistand rufend,
Wie in tödlicher Gefahr.
(An der Türe links horchend.)
Und ich bin allein, und niemand
Hört mich an und tröstet mich,
Schilt mich töricht, nennt ihn sicher,
Wahrhaft nichts als meinen Schmerz. Nein, ich kann es nicht
ertragen!
Muß ein nahes Wesen suchen,
Auszuschütten meinen Kummer,
Zu erleichtern dieses Herz!
(An der Türe rechts.)
Vater, kannst du ruhig schlafen,
Denkst nicht mein und meiner Angst?
Massuds Stimme (aus der Seitentüre rechts).
Mirza, du?