Janthe. Sie gleitet, sinkt!
Setzt ab! in Doppelschlägen pocht ihr Herz!

Priester.
Des Herzens Schlag ist Leben, Doppelschlag
Verdoppelt Leben denn. Ihr tragt ihn fort!
Der ist kein Arzt, der Krankendrohung scheut.

(Man hat die Leiche zu der links gegen den Hintergrund befindlichen
Pforte hinausgetragen. Der Priester folgt.)

Janthe (bei Hero auf den Stufen kniend).
Ist hier nicht Hilfe, Rettung? Sie vergeht.

(Den Trägern nachsehend.)

Schon nimmt sie auf die Wölbung. Die sein warten,
Von jenseits kommen sie. Gedränge, Fackelglanz.
Die äußre Pforte tut sich auf. Weh uns
Sie donnert zu. Der Gang hüllt sich in Dunkel.
Sie haben, halten ihn. Er kommt nicht wieder.

(Hero, die bisher halb sitzend an Janthes Knie gelehnt, gleitet jetzt herab und liegt auf den Stufen.)

Janthe.
Hero! O mir! Wer steht der Ärmsten bei?

Priester (zurückkommend).
Sie führen ihn mit sich, sie rudern fort.
Bald trennt das Meer die unheilvoll Vereinten.

Janthe (nach einer Pause aufstehend und herabkommend).
Es braucht kein Meer, der Tod hat gleiche Macht,
Zu trennen, zu vereinen. Komm und schau
So sehn die Toten aus in diesen Landen.