Berta.
Ich, mein Vater?

Graf.
Du, ja du!
Wie, du weißt nicht? Und noch haften
Deine starren Leichenblicke
Mir gleich Dolchen in der Brust.

Berta.
Meine Blicke?

Graf.
Deine Blicke!
Zieh nicht staunend auf die Augen!
Siehst du, so!—doch nein, viel starrer!
Starr?—die Sprache hat kein Wort!
Blickst du mich liebkosend an,
Um den Eindruck wegzuwischen
Jenes finstern Augenblicks?
All umsonst! So lang ich lebe
Wird das Schreckbild vor mir stehn,
Auf dem Todbett werd ich's sehn!
Scheint dein Blick gleich Mondenschimmer
Über einer Abendlandschaft,
O ich weiß, er kann auch töten!

Berta.
Ach, was hab ich denn begangen,
Das Euch also aufgeregt,
Und Euch heißt die Augen schelten,
Die den Euern bang begegnend
Sich mit Wehmutstränen füllen.
Daß ich Euch im Schlaf verlassen,
Unbedachtsam fortgegangen—

Graf.
Daß du fortgingst?—Daß du hier warst!

Berta.
Daß ich hier war?

Graf.
Standst du nicht
Hier auf dieser, dieser Stelle
Schießend deine kalten Pfeile
Nach des grauen Vaters Brust.

Berta.
Als Ihr schliefet?

Graf.
Kurz erst, jetzt erst!