Rahel.
Hier soll der Lehnstuhl her, hier in die Mitte.

Esther.
Um Gottes willen, Rahel, sieh dich vor,
Dein Mutwill' wird uns noch in Unglück stürzen.

Rahel.
Der König hat das Haus uns eingeräumt,
Solang wir es bewohnen, ist's das unsre.

(Sie haben den Stuhl in die Mitte gerückt.)

Rahel (sich besehend).
Und meine Schleppe, nicht wahr? steht mir gut,
Und diese Federn nicken, wenn ich nicke,
Nun fehlt noch eins und, warte nur, ich hol es.
(Sie geht in die Seitentüre zurück.)

Esther.
O wären wir nur weit, nur erst zu Hause.
Der Vater auch bleibt fern, den sie vertrieb.

Rahel (kommt zurück mit einem Bild ohne Rahmen).
Hier ist des Königs Bild, gelöst vom Rahmen
Das nehm ich mit.

Esther.
Treibt wieder dich die Torheit?
Wie oft nicht warnt' ich dich!

Rahel.
Und hab ich dir gehorcht?

Esther.
Beim Himmel, nein.