Rumpf. Der Kaiser kommt. Ich bitt Eu'r Durchlaucht freundlichst
Abseit zu treten, bis ich angefragt.
Mathias. Ich muß den Kaiser sprechen und ich bleibe.
Rumpf. Bedenkt!
Mathias. Ich hab's gesagt.
Rumpf. Nun denn, mit Gott!
Stellt Euch dorthin. Der Kaiser geht vorüber
Wenn er zur Messe sich verfügt. Vielleicht
Will Euch das Glück, daß er Euch sieht und anspricht.
Er kommt.
Klesel. Verfärbt Ihr Euch? Nur Mut, nur Mut!
Der Augenblick gibt alles oder nimmt es.
(Alles steht in ehrfurchtsvoller Erwartung. Erzherzog Mathias zieht sich bis hinter die Seitentüre links zurück. Klesel in seiner Nähe. —Zwei Trabanten treten aus der Seitentüre rechts und stellen sich daneben auf; dann einige Pagen, zuletzt der Kaiser auf einen Krückenstab gestützt. Zwei Männer, Gemälde haltend, knien auf seinem Wege. Er bleibt vor dem ersten stehen, betrachtet es, zeigt dann mit dem Stocke darnach hin und bezeichnet an seinem eigenen linken Arme die Stelle wo das Bild ihm verzeichnet scheint. Er schüttelt den Kopf, das Bild wird weggebracht. Er steht vor dem zweiten und gibt Zeichen der Billigung. Endlich nickt er Rumpfen zu, daß dieses zu behalten sei. Zugleich hebt er drei Finger der rechten Hand empor.)
Rumpf. Zweitausend?
Rudolf (heftig und stark). Drei. (Er tritt zum Tische auf dem mehrere Bücher liegen. Er ergreift eins derselben.)
Rumpf. Aus Spanien.