Wallenstein. Das ist bereits geschehn.

Ferdinand. Durch wen? und wann?

Wallenstein. Da auf den Stationen als ich herritt,
Man mit den Pferden zögerte, wie's Brauch,
Benutzt' ich jede Rast und schrieb die Orders
An die entfernt gelegnen Truppen selbst,
Sie teils nach Brünn, teils her nach Wien bescheidend.
Erwartet heut noch die Dampierrschen Reiter,
Kapraras Fußvolk auch ist wohl schon nah.
Der Krieg hat Füße denn doch nur und Hände
Wenn er Geschwindigkeit mit Kraft vereint.

Ferdinand. Und das nahmt Ihr auf Euch?

Wallenstein. So sollt' ich nicht?

Ferdinand. Ich dank Euch, Herr; und denk Euch wohl zu brauchen,
Wenn mich einst Gott auf diesen Thron gesetzt.
Doch will ich mich auch hüten, nehmt's nicht übel,
Daß Ihr nicht mehr mir dient, als lieb mir selbst.

Wallenstein. Wer kann wohl sagen, meint ein altes Sprichwort:
Aus diesem Brunnen will ich niemals trinken!
Die Zeit entscheidet da, Herr—und der Durst.

Erzherzog Ferdinand (die Mitteltüre öffnend).
Herbei wer in den Vorgemächern draußen
Und treu es meint mit Östreichs edlem Haus.

(Mehrere treten ein.)

Ferdinand. In Prag hat sich der Pöbel, Glaubenspöbel
Erfrecht was nimmermehr zu dulden ziemt.
Wer Christ und Edelmann ist aufgefordert
Zu ziehn mit uns für Gott und für das Recht.