Ramee. Nun, vivat denn wir alle!
(Er schließt sich an.)

Erster Soldat (aus der Gruppe rechts).
Wir kommen noch zurecht. Doch wahrt die Zunge.

(Sie ziehen sich nach der rechten Seite zurück. Die Bühne ist leer geworden.)

Verwandlung
Das Innere eines Zeltes. Kurzer Raum, im Hintergrunde durch einen
Vorhang geschlossen.

Von außen hört man noch immer Vivat rufen. Erzherzog Mathias in einfachen ungarischen bis an die Knie reichenden Rocke, ein paar Diener hinter sich, von der rechten Seite.

Mathias. Ha jubelt nur, ihr wackern treuen Jungen!
Diesmal fürwahr ging's nahe g'nug an Leib.
(Sein Kleid besehend, zu den Dienern.)
Gebt einen andern Rock!—Und doch, laßt immer!
Nicht trennen will ich mich von diesen Kleidern
Bis abgewaschen dieses Tages Schimpf.
Doch einen Stuhl, denn auszuruhn geziemt sich,
Eh man die Kraft zu neuem Wirken spannt.

Klesel (von rechts eintretend).
Gebt Raum! Gebt Raum! Ich muß zu meinem Herrn!
(Sich vor ihm auf die Knie werfend und seine Hand fassend.)
Ihr seid's, Ihr lebt! O uns ist allen Heil!

Mathias (Klesel emporhebend).
Habt Dank, mein Freund! Habt Dank für Eure Liebe.
Ja diesmal galt's. Ein Zoll, ein Haar,
Und Prinz Mathias ging zum dunkeln Land,
Wo Fürsten sich als Bettlergleiche finden.
(Sein Kleid zeigend.)
Der Riß hier, schau! Das war ein türk'scher Säbel,
Den einzeln ich der einzelne bestand.
Es gab zu tun, (mit einer Handbewegung) doch eine schiefe Quart
Des alten Mazzamoro, unsers Lehrers
Aus früher Knabenzeit, das endlich half.
Ein alter Landmann gab mir diesen Rock
Und so kam ich zurück ins eigne Lager.

(Diener haben einen kurzen Mantel gebracht.)

Mathias. Was soll's?—Sagt' ich denn nicht—? Es gilt wohl gleich!