Otto.
Die Mauern sind zu schwach, sie halten nicht.
Ein Dutzend Stöße, und sie stürzen nieder.
Kammerfrau.
Erbarm dich unser, Herr!
Otto.
Am Tore rechts,
Da steht ein Erker, vor ins Freie springend.
Wenn den mit Schützen man besetzt und Schleudrern,
So fassen sie des Feindes Seite, drängen
Und treiben ihn zurück.
Königin.
Wenn du's erkennst,
Hinab, und ordn' es so!
Otto.
Was fällt dir ein?
Ich geh nicht hin, ich bleibe hier bei euch!
Habt ihr zu essen nicht? Mich hungert.
Königin.
Von aller Welt verlassen, und auch dies noch!
In ihm vernichtet, der mein alles war!
(Erneuerter Anprall und Kriegeslärm.)
Otto.
Knie nieder, Knabe! falte deine Hände!
(Zur Kammerfrau.)
Du auch!—Ich hinter euch, mit meinem Schwert,
Will stehn und wachen, ob euch Gott erhört.
Königin.
Horch! Was dort für Geräusch?
Kammerfrau (die aufgestanden).
Es kam von seitwärts,
Aus jenem Zimmer!
(Auf die Seitentüre links zeigend.)