Simon.
Seine Boten,
Des Königs Boten. Bruder, Fassung nun!

(Ein Befehlshaber des Königs tritt links auf. Vor ihm ein Trompeter.)

Befehlshaber (zu einigen Kriegern, die auf der Seite seines Auftrittes
stehen).
Unglückliche! Verblendete! Verlockte!

Simon.
Zu jenen nicht, zu mir mit Euren Worten!
Sie folgen, wie zum Streit, mir zum Vergleich.

Befehlshaber.
Doch seh ich Reue hier, bei dir nur Trotz.

Simon.
Ich liebe, daß man vor der Tat erwäge,
Nachher ertrage, was die Folge beut.
Wen reut, was er getan, fehlt zweimal:
Weil er's getan, und dann, weil's ihn gereut.
Doch will ich wohl mich auf Bedingung geben,
Ein neuer Umstand ändert den Verhalt.
Ich zog das Schwert, weil man mir Recht verweigert,
Spricht uns der König Recht, so steck ich's ein.
Fürs erste also: Strafe jener Tat,
Die blutig lebt in jedes Manns Gedenken.

Befehlshaber.
Habt Ihr mit Blute Blut nicht aufgewogen?
Und dann: heißt Euer König der Gerechte
Und hast du doch gezittert um dein Recht?

Simon.
Demnächst Verzeihung, unbedingt und völlig,
Für jeden, der das Schwert in unsrer Sache zog.

Befehlshaber.
Der König aber fordert Unterwerfung,
So unbedingt und völlig als das Wort.
Wem zu verzeihn, wird seine Huld entscheiden.

Simon.
So wisse denn: Eh' feig wir uns ergeben,
Und anders, denn auf billigen Vergleich,
Eh' soll mein Haupt, wie dieser schlechte Filz
(Er wirft seine Mütze auf den Boden.)
Hinkollern auf den Boden, so gestoßen;
Eh' soll mein Schwert, (er zieht es) von meinem Blute naß,
Zur Scheide haben dies mein Eingeweide,
Einstürzen jene Stadt mit ihren Zinnen,
Vom Brande schwarz, von Hunger menschenleer
Auf unser Haupt und auf der Unsern Häupter;—
Eh' soll—