Seyfried.
Hier Merenberg und Gott!
(Er haut ihn nieder.)
(Ottokar stürzt nieder, rafft sich schnell wieder auf, taumelt einige
Schritte und fällt dann tot neben der Hügelerhöhung hin.)
Emerberg.
Was tatst du? Das Gebot verletzt des Kaisers!
(Merenberg steht, die Hände hinabgesunken, unbeweglich da.)
Heinrich von Lichtenstein (kommt zurück).
Sieg, Sieg! Die Feinde fliehn! Hoch, Österreich!
(Rudolf tritt auf mit Gefolge.)
Rudolf.
Halt ein mit Töten! Schont der Überwundnen!
Was ist hier? Was hat dich zu Eis verwandelt?
Ha, Ottokar, am Boden, blutend, tot!
Du hast's getan! Flieh, wie der erste Mörder,
Und laß dich nimmer sehn vor meinem Blick!
(Merenberg entflieht.)
Die Böhmen sollen ruhig heimwärts ziehn,
Für den sie stritten, ruft es aus!, ist tot.
Frau Elisabeth (hinter der Szene).
Gewalt, Gewalt!
Rudolf.
Wer ruft?
Elisabeth (kommt und wirft sich dem Kaiser zu Füßen).
Ach, gnäd'ger Kaiser!
Sie plündern drin im Haus, sie zünden an
Und gönnen selbst den Toten nicht die Ruh'!
Ach, schützt uns, Herr!
Rudolf.
Man soll zu Hilfe sehn! Wer bist du?