Kärntner.
Ja, erlaubter Herr,
Und kraft des Erbvertrags mit Euer Gnaden
Fällt Euch das Land, die Herzogskrone zu.
Ottokar.
Betrauern mag ihn, wer sein Land nicht erbt!
Seid mir willkommen, meine wackern Kärntner!
Fügt eure Krone dort zu jenen beiden
Und laßt mich freun des königlichen Anblicks.
(Die Kärntner stellen sich in die Reihe der andern Stände).
Ottokar.
Man lärmt ja noch! Was ist?
Diener.
Ich sagt' es ja!
Der König Ungarns, Herr, ist eingeritten.
Mit ihm Gesandte von dem Reichsvereine,
Den Doppeladler tragend vor sich her,
Und alles ruft—
Von außen.
Heil Ottokar, dem deutschen Kaiser!
Die im Saale.
Heil Ottokar, dem deutschen Kaiser, Heil!
Ottokar (im Vorgrunde).
Nun Erde, steh mir fest!
Du hast noch keinen Größeren getragen!
(Er eilt in den Hintergrund, dem Ungarkönig entgegen.)
(Indes tritt der alte Merenberg zum Schenk von Emerberg, der ganz im
Vorgrunde links, der äußerste unter den östreichischen Ständen, steht.)
Merenberg (leise).
In dieses Tuch gewickelt ist ein Brief,
Gib ihn an meinen Sohn, er weiß darum.
Ich geh nach Merenberg. Und heiß ihn eilen!
(Er läßt das Tuch mit dem Briefe fallen und entfernt sich. Emerberg hebt
es auf.)