Libussa. Dies letzte Wort, es sei von euch verbannt,
In Zukunft herrscht nur eines hier im Land:
Das kindliche Vertraun. Und nennt ihr's Macht,
Nennt ihr ein Opfer das sich selbst gebracht,
Die Willkür, die sich allzu frei geschienen
Und, eigner Herrschaft bang, beschloß zu dienen.
Wollt ihr als Brüder leben, eines Sinns,
So nennt mich eure Fürstin und ich bin's;
Doch sollt' ich zwein ein zweifach Recht erdenken,
Wollt' eher ich an euch euch selbst als Sklaven schenken.
Seid ihr's zufrieden so?

Alle. Wir wollen!

Libussa. Nun so kommt.
Allein vergäßt ihr was uns allen frommt,
(auf ihre Schwestern zeigend)
Da diese hier den Rücktritt mir versagen,
So ging' ich hin es meinem Vater klagen.

Lebt, Schwestern, wohl! Auf Wiedersehn, und bald!
Ihr andern folgt und jubelt durch den Wald.
Ihr Mädchen mir voraus, und stoßt ins Horn,
Bis jetzt mir nächst, steht billig ihr nun vorn.
Und so, gehobnen Haupts, mit furchtlos offnen Blicken,
Entgegen kühn den kommenden Geschicken.

Die Männer. Libussa hoch! der Böhmen Herzogin!

(Man hat Libussa wieder den Mantel und das Federbarett gegeben; sie geht, die Mädchen vor ihr her, die Männer schließen. Alle mit Fackeln und Jubel durch das mittlere Tor ab.)

Kascha. Hast du gehört?

Tetka. Ja wohl.

Kascha. Nun?

Tetka. Ich bedaure sie,
Sie wird's bereun, und früher als sie denkt.