Medea.
Der Schluß der herben Rede, welcher ist's?

Jason.
Es ist des Menschen höchstes Unglück dies:
Daß er bei allem was ihn trifft im Leben
Sich still und ruhig hält, (bis) es (geschehn)
Und (wenn's) geschehen, nicht. Das laß uns meiden.
Ich geh zum König, wahre meines Rechts
Und rein'ge vom Verdacht mich, der uns trifft;
Du aber mit den Kindern bleib indes
Fern von der Stadt verborgen, bis—

Medea.
Bis wann?

Jason.
Bis—Was verhüllst du dich?

Medea.
Ich weiß genug.

Jason.
Wie deutest du so falsch, was ich gesagt!

Medea.
Beweise mir, daß ich es falsch gedeutet.
Der König naht—sprich, wie dein Herz dir's heißt.

Jason.
So stehen wir dem Sturm, bis er uns bricht.

(Gora tritt mit den Kindern aus dem Zelte. Medea stellt sich zwischen die Knaben und bleibt anfangs beobachtend in der Ferne.) (Der König tritt auf mit seiner Tochter, von Knaben und Mädchen begleitet, die Opfergerät tragen.)

König.
Wo ist der Fremde?—Ahnend sagt mein Herz
Er ist es, der Verbannte, der Vertriebne—
Der Schuldige vielleicht.—Wo ist der Fremde?