Phaon.
Zu Schiffe! fort!
Melitta (von ihm weg in den Vorgrund eilend).
Ihr Götter! Soll ich?
Phaon.
Fort! Es streckt die Ferne
Uns schutzverheißend ihren Arm entgegen.
Dort drüben überm alten, grauen Meer
Wohnt Sicherheit und Ruh' und Liebe!
O folge! Unterm breiten Lindendach,
Das still der Eltern stilles Haus beschattet,
Wölbt, Teure, sich der Tempel unsers Glücks.
(Sie ergreifend.)
Erzitterst du? Erzittre holde Braut,
Die Hand des Bräutigams hält dich umschlungen!
Komm mit! und folgst du nicht, bei allen Göttern
Auf diesen Händen trag ich dich von hinnen
Und fort und fort, bis an das End' der Welt.
Melitta.
O Phaon!
Phaon.
Fort, die Sterne blinken freundlich,
Die See rauscht auf, die lauen Lüfte wehen
Und Amphitrite ist der Liebe hold. (Zu Rhamnes.)
Voraus du!
Rhamnes.
Herr!
Phaon.
Es gilt dein Leben, sag ich dir!
(Alle ab.)
Sechster Auftritt
Eine Pause.—Dann erscheint Eucharis auf den Stufen.