Rhamnes.
Warum?—je nu
Weil—daß sie eben mir den Auftrag gab!
Nicht ansehn kann ich sie. Was sag ich ihr?
Melitta.
Du bist so sonderbar! Du kehrst dich ab
Und deine Augen wagen nicht, die Worte,
Die du mir gibst, freiblickend zu bekräft'gen!
Was hast du denn, daß du so bang und ängstlich?
Sag mir, wo Sappho weilt, daß ich ihr nahe,
Und weißt du's nicht, so laß mich gehn!
Rhamnes.
Halt da!
Du darfst nicht fort!
Melitta.
Warum?
Rhamnes.
Du mußt mit mir!
Melitta.
Wohin?
Rhamnes.
Nach—Komm nur mit zur nahen Bucht,
Du sollst schon sehn!
Melitta.
Ihr Götter, was soll das?
Rhamnes.
Komm Mädchen, Mitternacht ist bald vorüber.
Die Stunde drängt! Mach fort!
Melitta.
Was hast du vor?
Fort soll ich, fort!—An weitentlegne Küsten!