Edrita.
Was mich zuerst zu diesem Schritt bewog,
Ich wußt' es damals nicht, nun aber weiß ich's,
Doch sei's vergessen auch für jetzt und stets.
Der zweite Grund, der edlere, der reine,
Er bleibt, wie damals, also jetzt und immer.
Du botst nur erst den Männern unsres Volks
Der Kirche Heil, sie aber wollten nicht;
Schau eine hier, die wollte und die will,
Nimm auf mich in die friedliche Gemeine.

Gregor.
Und ohne deines Vaters Willen denn?

Edrita.
Holt er sie selbst, gib ihm zurück die Christin,
Dem Christen nur, vertrau ich, gibst du sie.
So pflanzt sich fort des Guten schwacher Same,
Und künftig Heil entsprießet für mein Volk.

Gregor.
Mir ziemt's zu kargen nicht mit dem, was aller,
Und deinen Vorsatz weis ich nicht zurück.

Atalus.
Und dann noch eins! Ich will ihr wohl, o Herr,
Und wenn—

Gregor.
Was nur?

Atalus.
Wenn du's gestattest, wollt, ich—

Gregor.
Was Neues denn? das war sonst nicht dein Sinn.

Atalus.
Als ich gefangen lag in harten Banden,
War sie die einz'ge, die nicht rauh und wild.
Dann auf der Reise hielt sie sich an mich,
Nahm meinen Arm, und sonst auch—Herr, du siehst.

Gregor.
Ich sehe, daß sie hold und wohlgetan.