Frau Päsel wartete in einem Garten mit ihrer Tochter, der Frau König, zwei volle Stunden auf Herrn König, der unter dem Vorwande, einen Bekannten aufzusuchen, sich vom Tisch entfernt hatte und wahrscheinlich in einer Kneipe nebenan ein Wiedersehen begoß.

„Du hättest ihn erst gar nicht gehen lassen sollen,“ brummte die Alte.

Die Tochter kniff die Augen zusammen und schien mit Tränen zu kämpfen.

„Nu ja,“ besänftigte die Mutter, „vertragen müßt ihr euch schon. Für dich ist es schwer.“ Sie seufzte tief auf.

Da kam Herr König.

Er kam tänzelnden Schrittes, machte eine tiefe Verbeugung und rief lustig: „Guten Taaaag!“

Wirklich ein fescher Kerl. So ein Schlingel — — dachte die Alte und bekam einen dicken, feuerroten Kopf. Dann schrie sie: „So treibst du’s wieder, du besoffner Lump.“

Herr König mühte sich, einen Zusammenhang zu finden.

„So muß alles zu Grunde gehen,“ jammerte seine Frau und beobachtete dabei einen Nebentisch, an dem irgend etwas vorgehen mußte, was Herr König nicht sehen konnte.

Herr König blieb vorderhand ganz ruhig und setzte sich. Donnerwetter, dachte er, und immer leiser: Donnerwetter, die paar Glas Bier und so. Aber es wurmte ihn.