„Ich danke dir vieles, vielleicht alles, meinen Körper kann ich dir nicht geben. Nie! Mich ekelt. Daß du es weißt . . . . .“

Wieder einen Tag später schrieb sie:

„Schicke mir durch den P. etwas Reisegeld, ich muß nach Haus fahren.“

Ihre Seele war frei, sie fühlte: ein Tempel. Es war ihr, als ob sie etwas unendlich Zartes und Heiliges behütete. Erregt schritt sie im Zimmer auf und ab oder lief weit hinaus vor das Tor der Stadt. Sie fühlte dieses Glücksgefühl dumpf und in süßer Ungewißheit emporwachsen. Und immer wiederholte sie sich: Nur nicht denken.

Die Leute entsetzten sich, als sie durch die Straßen zum Bahnhof ging. Alle hielten sie für betrunken. Sie lehnte sich zum Coupefenster hinaus, und alles war verklärt. Die Leute, die rauchgeschwärzte Halle. Die Trains donnerten in die Halle, Lokomotiven kreischten und pfiffen. Es waren ihr himmlische Fanfaren. Dann setzte sich der Zug in Bewegung.

Jemand rief:

„Also leb wohl und grüß mir . . . . .“

Aber das galt ihr nicht.

VII.

Einige Tage später erhielt sie von Werner ein Schreiben: