Während der Belagerung von Paris erfand Dagron den mikrophotographischen Brieftaubendienst. Man photographierte jede einzelne Depesche mikroskopisch klein. Eine Taube konnte 18 dünne Kollodiumhäute in einer Federpose aufnehmen. Auf diesen Häuten waren insgesamt 50000 Depeschen zu je 15 Worten photographiert. Auf der Empfangsstation wurden die mikroskopischen Bilder durch einen Vergrößerungsapparat auf eine weiße Wand geworfen, so daß man sie gut lesen konnte.


16.
Die Armbrust im Römerreich.

Die Armbrust, die wichtigste Schußwaffe im Mittelalter, ist auch schon im Altertum bekannt gewesen. Vermutlich kam sie auf Handelswegen aus dem chinesischen Reich in die römische Kolonie von Südfrankreich. Wir finden sie dort in zwei verschiedenen Formen auf Grabdenkmälern abgebildet. Meine Zeichnung gibt die Figur auf einem dieser Grabdenkmäler wieder.

Armbrust des 1. Jahrhunderts.

Den Römern war auch noch eine besonders große Art der Armbrust bekannt, deren Sehne man nur dadurch spannen konnte, daß man sich mit dem ganzen Gewicht des Oberkörpers auf einen besonderen Schieber der Armbrust lehnte. Man nannte sie deshalb damals „Bauchspanner“.

Ums Jahr 1100 war die Armbrust so sehr vervollkommnet worden, daß das zweite lateranische Konzil und dem Papst Innozens II. ihre Verwendung im Jahre 1139 gegen Christen verbot. Nur gegen Heiden durfte diese furchtbare Waffe damals noch verwendet werden..... Genutzt hat das Verbot nichts.