Diese Stelle regte immer wieder spekulative Köpfe an, es mit Entwürfen zu Unterseearbeiten zu versuchen. In der deutschen Sage ist, nach Grimms deutscher Mythologie, die Rede von Wasserhäusern, tief unter der Oberfläche. Goethe lehnt sich im zweiten Teil seines Faust daran an, wenn er den Mephistopheles vor dem Kaiser von der „prächt’gen Wohnung in der ew’gen Frische“, von einem unterseeischen, gläsernen Palast gaukeln läßt.

In zwei mitteldeutschen Volksbüchern tritt uns alsbald die Beschreibung von Tauchapparaten und Unterseebooten entgegen. Einmal in dem Volksbuch von „Salman und Morolf“, das andere Mal in der „Geschichte des großen Alexanders“. Salman und Morolf ist ein deutsches Spielmanngedicht, das auf einem verlorenen byzantinischen Roman fußt, der wiederum auf jüdischen Erzählungen aufbaut. Die erhabene Weisheit des Königs Salomo wird in der Dichtung immer mit den rohen Späßen seines Gegner beantwortet. So wird auch erzählt, wie Morolf der Königin einen wüsten Streich spielt. Salman beschließt daraufhin, den Morolf gefangen zu nehmen. Dieser aber hatte sich ein „schiffelin“ angefertigt, auf dem er entwich. Der König Salman rüstete nun eine Flotte von 24 Galeeren und verfolgte den Morolf:

ehe Morolf es dann wurde gewahr,

da war er mit 24 Galeeren umfahren.

nun ist umgeben Morolf, der Degen.

Er muß mit großer List

fristen sein Leben.

Da Morolf das ersah,

daß er mit 24 Galeeren